Im diesem Artikel werde ich mich mit der Frage nach dem besten Survivalmesser beschäftigen. Ich zeige Dir, worauf Ihr achten müsst, was es für Unterschiede es gibt und was ich so habe. Viel Spaß beim Lesen!

Wie groß sollte ein Survivalmesser sein?

Einer der wichtigsten Punkte ist der, dass Du Dein Survival-Messer in einer Survival-Situation auch dabei haben solltest. Wenn Du in den Wald zum Wandern gehst, ist es vielleicht klar ein Messer mitzunehmen. Allerdings solltest Du auch ein kleines für den Alltag immer bei Dir tragen und somit Teil Deines EDCs (Every Day Cary) sein. Hierfür eignen sich beispielweise die bekannten Schweizer Taschenmesser oder ein Mini-Messer wie unten links auf dem Bild. Auch sollte aus Waffengesetzsicht die Klinge nicht zu groß sein, da Du Dich sonst strafbar machst, wenn Du so ein Messer in der Öffentlichkeit bzw. außerhalb des Hauses führst. Grob gesagt ist alles verboten, was über 12 cm Klingenlänge hat und/oder sich mit einer Hand öffnen lässt (Springmesser, Butterflies etc.).

Mini Messer von Walther
Mein aktuelles EDC-Messer: Das *Micro PPQ von Walther

Beschaffenheit und Zubehör eines Survivalmessers

Oft werden martialisch aussehende „Rambomesser“ mit eingebauten Survivalset und Kompass etc. als Survivalmesser angepriesen. Fakt ist aber meistens, dass diese Messer mehr Schein als Sein sind. Große Klappe nichts dahinter würde auch passen. Auch ich bin das ein oder andere Mal auf solche Angebote hereingefallen. Bei einem ist mir die Klinge sogar mal abgebrochen, als ich es in den Boden gestoßen habe. Durch den hohlen Griff werden diese Messer instabil. Der Stahl sollte sich durchgehend bis durch den Griff ziehen. Ansonsten braucht ein Messer nicht viel zu können außer der Hauptaufgabe „schneiden“. Natürlich gibt es spezielle Messer mit z.B. Gurtschneider und Glasbrecher fürs Auto usw. Allgemein gilt aber weniger ist mehr. Ein Angeschliffener Rücken um mit einem Feuerstahl funken zu schlagen wäre noch sinnvoll. Mehr braucht Ihr aber in der Regel wirklich nicht. Wilst viele Sachen in einem Gadget in einem verbinden, wäre ein Multitool sinnvoller.

Stahlsorte beim Survivalmesser

Weiterhin hast Du die Qual der Wahl zwischen einer Edelstahlklinge und einer Carbonstahlklinge. Der Vorteil von Edelstahlklingen ist der, dass sie (fast) nicht rosten, was im Outdoorbereich auf jeden Fall von Vorteil ist. Des weiteren lassen sich Edelstahlmesser einfacher schärfen, verlieren aber aufgrund der geringeren Stahlhärte die Schärfe auch schneller als die Carbonvariante. Die Carbonmesser sind in der Regel härter und schärfer, lassen sich aber wiederum schwieriger schärfen. Hier muss man abwägen, was einem wichtiger ist. Ich habe sowohl Carbonstahl als auch Edelstahlmesser im Repertoire. Die Härte des Stahls wird in Rockwell gemessen. Ein Survivalmesser hat einen Härtegrad zwischen 55 – 62 Rockwell. Hier steht wieder Schnitthaltigkeit gegen einfaches schärfen.

Sicherer Umgang mit Survivalmessern

Dein Survivalmesser sollte auf jeden Fall scharf sein. Denn ein scharfes Messer ist ein sicheres Messer. Außerdem sparst Du Kraft, wenn Du mehr schneidest als reißen musst. Deswegen solltest Du auf jeden Fall das schleifen eines Messers üben. Hierzu gibt es gute Videos auf Youtube, weswegen ich nicht tiefer ins Detail gehen werde. Grob gesagt braucht Ihr einen Schleifstein, den Ihr mit Wasser oder Öl befeuchtet. Dann zieht Ihr die Klinge in einem bestimmten Winkel über den Stein bis sie wieder scharf ist. Wer es einfacher haben will, kann sich auch spezielle Messerschärfer zulegen.

Ein gummierter Griff trägt ebenfalls zur Sicherheit bei, da das Messer bei schwitzigen, nassen oder sogar blutigen Händen immer noch sicher in der Hand liegt.

Dein verhalten trägt aber am meisten zur Sicherheit bei. Schnitze zum Beispiel immer mit der Klinge von Dir weg und lege den zu schnitzenden Stock etc. nicht auf Dein Bein. Wenn DU abrutschst kann das Messer in Dein Fleisch säbeln. Des Weiteren solltest Du nie mit einem offenen Messer laufen, da Du Dich beim stolpern schwer verletzen könntest. Mit einem Messer wird entweder gearbeitet oder es steckt in der Scheide! Nie ein Messer offen rumliegen lassen oder in Bäume oder in die Erde schlagen! So geht es nur kaputt oder kommt in falsche Hände. Mit Klappmessern sollte man nicht hebeln, da sich hierdurch das Gelenk lockern, kann welches die Klinge hält. Solche Messer müssen auch gut arretieren, da sonst eine große Verletzungsgefahr für Deine Finger besteht.

Meine Empfehlungen für die besten Survivalmesser

Für das tägliche führen empfehle ich Dir die Schweizer Taschenmesser von Victorinox oder Swiza.

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SWIZA Schweizer Messer D04 Gesamtlänge: 16.7cm, Graphite/Schwarz, 75 mm
  • Klingenlänge: 7.5cm
  • Gesamtlänge: 16.7cm
  • Gewicht:88g
  • Schweizer Messer
  • SWIZA Schweizer Messer D04- Stahl 440- Klingensperre- schwarze Anti-Rutsch-Griffschalen- 11 Funktionen

Die besten Messer für die Wildnis sind für mich die Mora-Messer aus Schweden. Hier stimmt einfach alles. Handling und Preis-Leistungsverhältnis sind einfach Spitze. Ein Moramesser bekommst schon für rund 15€. Ich habe 2 Mora-Messer, wovon eines einen integrierten Schleifstein und Feuerstahl in der Scheide hat. Mein liebstes zurzeit.

Angebot
Mora Uni Companion Messer, Schwarz, M
Mora Uni Companion Messer, Schwarz, M
Flexible Gestaltung; Qualität/Haltbarkeit; Hochwertiges Material
15,64 EUR
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Morakniv Mora-Bushcraft Survival Messer, Schwarz, 9.1 inch Single
Morakniv Mora-Bushcraft Survival Messer, Schwarz, 9.1 inch Single
Es überzeugt durch die robuste 3,2 mm starke Klinge; Der Gummigriff liegt wie angegossen sicher in der Hand
71,47 EUR

In der Wildnis (fernab der Öffentlichkeit) ist eine Kombi aus großem und kleinem Messer Empfehlenswert. Mit dem kleineren könnt Ihr feine Arbeiten wie schnitzen etc. erledigen, mit dem großen könnt Ihr z.B. Batoning machen und somit Feuerholz hacken. Falls ein berechtigtes Interesse besteht, können auch feststehende Messer über 12cm Klingenläge geführt werden. Hier empfehle ich das Feldmesser von Glock. Auch bei der österreichischen Marke stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Da Glock auch Pistolen herstellt, erhaltet Ihr militärische Qualität zu einem Preis von rund 40€.

Fazit: Das beste Survivalmesser ist…

Nach all den Informationen, kann man sagen, dass es nicht einfach ist, das beste Survivalmesser zu finden. Es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen: Materialien, Größe und Gewicht der Klinge, Griffmaterial und -form sowie die Wahl zwischen Feststehender oder klappbarer Klinge. Ebenso wichtig ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Sicherheit im Umgang mit dem Messer. Beliebte Marken wie Mora, Victorinox oder Odenwolf (vormals Wolfgangs) bieten eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Survivalmessern für verschiedene Anwendungen wie Bushcraft oder Outdooraktivitäten an. Letztendlich hängt es jedoch von Deinen persönlichen Bedürfnissen ab, welches Messer am besten geeignet ist. Wichtig ist aber immer darauf zu achten, dass das Messer gut in der Hand liegt und aus strapazierfähigem Materialien gefertigt wurde. Wenn Du also auf der Suche nach dem besten Survivalmesser bist, solltest du Dich gut informieren und auch verschiedene Modelle ausprobieren.

Aber das wichtigste meiner Meinung nach: Das beste Survivalmesser ist das, welches Du in einer Notfallsituation bei Dir hast!